Sanierung der Burgkirche Oberwittelsbach mit Bayerischem Denkmalpflegepreis 2020 in Gold ausgezeichnet

Augsburg, 22. September 2020 (stbaa). Am 17. September erhielt das Staatliche Bauamt Augsburg für die Sanierung der Burgkirche in Oberwittelsbach den Bayerischen Denkmalpflegepreis 2020 in Gold in der Rubrik „Öffentliche Bauwerke“. Den Preis übergab die Bayerische Bauministerin Kerstin Schreyer im Neuen Schloss Schleißheim und würdigte die Verleihung als wichtigen Beitrag zu Pflege und Erhalt des kulturellen Erbes in Bayern. Insgesamt hatten sich 45 Baudenkmäler in Bayern für den Bayerischen Denkmalpflegepreis beworben, der alle zwei Jahre vom der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in den Kategorien private und öffentliche Bauwerke vergeben wird. Über die Plätze zwei und drei bei den öffentlichen Bauwerken konnten sich in diesem Jahr die Evangelisch-Lutherische Kirche St. Martin in Memmingen und die König-Ludwig-Brücke in Kempten freuen.

Sanierung der Burgkirche Oberwittelsbach mit Bayerischem Denkmalpflegepreis 2020 in Gold ausgezeichnet
© Tobias Hase

Statik des Gewölbes besonders herausfordernd

Der Bayerische Denkmalpflegepreis wird für herausragende Ingenieurleistungen bei der Sanierung von öffentlichen und privaten Bauwerken vergeben. In diesem Jahr machte bei den öffentlichen Bauten das Staatliche Bauamt Augsburg als Bauherr gemeinsam mit dem ausführenden Architekturbüro Wolfrum und Römer das Rennen. Die Preisrichter honorierten damit die mutige Sanierung des Gewölbes der Burgkirche Oberwittelsbach. Das mindestens 800 Jahre Gotteshaus auf dem Burgplatz in Oberwittelsbach wird seit 2014 für 4,2 Millionen Euro saniert, wobei die Stabilisierung des Gewölbes eine besondere Herausforderung darstellte. Mit einem innovativen und dennoch einfachen Verfahren schafften es die Ingenieure, das Gewölbe zurückzuverformen. Sie unterbauten es mit so genannten Stempeln, die die Last möglichst flächig tragen und so den Druck gering halten. Dank dieser Stempel-Technik ist das Gewölbe der Kirche nun wieder stabil, jetzt stehen noch Arbeiten am Mauerwerk sowie Innenraumarbeiten auf dem Plan.

Innovatives Verfahren führte zum Sieg

Belohnt wurden das Staatliche Bauamt Augsburg als Bauherr und das ausführende Architekturbüro Wolfrum und Römer für ihren Mut und ihre Mühen nun mit der Verleihung des Bayerischen Denkmalpflegepreis 2020 in Gold. In der Kategorie „Öffentliche Bauwerke“ verwies das Bauprojekt Burgkirche Oberwittelsbach die Evangelisch-Lutherische Kirche St. Martin in Memmingen und die König-Ludwig-Brücke in Kempten auf die Plätze zwei und drei. Die Fachjury begründete die Siegerwahl unter anderem mit den Worten: „Um die ursprüngliche Bausubstanz soweit wie möglich zu erhalten, wurde das in dieser Form in Deutschland einzigartige Verfahren der punktuellen stufenweisen Rückverformung entwickelt.“

Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 45 öffentliche und private Bauprojekte für den Bayerischen Denkmalpflegepreis 2020 beworben. Der Preis wird alle zwei Jahre vom der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege vergeben.

Dagmar Feiler StBAA im Interview mit a.tv
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