Eröffnung der Staatsstraße 2215 zwischen Graisbach und Lechsend
Nach vier Monaten umfangreicher Sanierungsarbeiten hat das Staatliche Bauamt Augsburg heute die Staatsstraße 2215 zwischen Graisbach und Lechsend feierlich für den Verkehr freigegeben. An der Veranstaltung nahmen unter anderem MdL Wolfgang Fackler, Landrat Stefan Rößle, stellvertretende Landrätin Claudia Marb sowie Alois Schiegg, Bürgermeister der Gemeinde Marxheim teil.
Die Gesamtmaßnahme umfasst den Vollausbau auf rund 600 Metern zwischen Graisbach und Lechsend sowie eine anschließende 900 Meter lange Deckensanierung in Richtung Lechsend einschließlich der gesamten Ortsdurchfahrt. Bereits im Sommer wurde zudem die Deckenerneuerung der St 2047 in der Ortsdurchfahrt von Marxheim bis zur Landkreisgrenze in Richtung Neuburg-Schrobenhausen auf einer Länge von 3,5 Kilometern abgeschlossen.
Der Ausbau östlich von Graisbach war aufgrund von Straßenschäden und Setzungen infolge kontinuierlichen Hangrutschens erforderlich. Auf einer Länge von 150 Metern wurde der talseitige Straßenrand daher mittels Micropfählen und Kopfbalken gesichert. Die Planung und Ausführung orientierten sich an den Empfehlungen für umwelt- und ressourcenschonendes Bauen innerhalb der bestehenden Grundstücksgrenzen. „Mit den Maßnahmen konnten heuer insgesamt fünf Kilometer Donautalstraße ausgebaut bzw. instandgesetzt werden“, so Markus Kreitmeier, Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Augsburg.
Im Zuge der Arbeiten wurde die Fahrbahn auf sechs Meter verbreitert, tragfähige Pfähle tief im Untergrund eingebracht und die komplette Asphaltdecke erneuert. Besonders im Bereich der Einmündung der Lindenstraße nach Graisbach wurde die Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmenden optimiert: Die Abbiegebereiche sind nun klarer strukturiert, und auch der Fuß- und Radverkehr profitiert von sichereren Wegen. Zudem wurde die Entwässerung im Bereich der Einmündung und westlich davon verbessert. Neue Busbuchten, verstärkte Fahrbahnränder mit Bankettsteinen sowie ein neuer dichter Fahrbahnbelag auf der Besenbachbrücke erhöhen zusätzlich die Verkehrssicherheit. Die Arbeiten waren notwendig geworden, da sich der Untergrund über längere Zeit abgesenkt hatte.
„Mit der Maßnahme stellen wir die dauerhafte Standsicherheit der Staatsstraße sicher und schaffen gleichzeitig deutliche Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer. Die Arbeiten waren technisch anspruchsvoll, aber dringend notwendig“, erläutert Herr Becker, Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt Augsburg.
„Die Freigabe dieses Streckenabschnitts markiert eine weitere wichtige Etappe bei der notwendigen Sanierung und dem Ausbau der Donautalstraße, die damit wieder ein Stück sicherer und komfortabler wird“, freut sich Wolfgang Fackler und ergänzt „Auf dieser Staatsstraße gibt es weiterhin viel zu tun – deshalb müssen wir dranbleiben.“
Das Staatliche Bauamt Augsburg plant daher im kommenden Jahr weitere Sicherungsarbeiten zwischen Lechsend und Marxheim. Pläne für eine Verbesserung des gesamten Abschnitts, einschließlich Anpassungen des Straßenverlaufs, liegen bereits vor; deren Umsetzung ist jedoch aufgrund fehlender Grundstücke derzeit nicht möglich. Zudem befindet sich der Abschnitt Zirgesheim – Altisheim ebenfalls in Planung.
Der Freistaat Bayern investierte in die aktuelle Baumaßnahme insgesamt 1,6 Millionen Euro.
