28.01.2026
Der Stahlaufbau für die neue Donaubrücke wächst.
Der Stahlaufbau für die neue Donaubrücke wächst. © StBAA

Trotz Wintereinbruch – Arbeiten an der Donaubrücke in Marxheim schreiten voran

Die Arbeiten an der neuen Donaubrücke in Marxheim schreiten voran. Nachdem im November die ersten Stahlteile auf der Baustelle angekommen sind, wird die für die Schweißung benötigte Einhausung Schritt für Schritt aufgebaut.Momentan sind 3 von 5 Schüssen (im Werk vorgefertigte Brückensegmente) mit einer Gesamtlänge von ca. 60 m auf der Montagefläche aufgebaut und eingehaust. Geschützt von Wind und Wetter sind die Schweißer dabei die einzelnen Teile zu verschweißen. Trotz Schnee und Kälte starteten die Arbeiten nach der Weihnachtspause wieder am 07.01.2026.

Parallel zu den Stahlbauarbeiten wurden die Erdarbeiten für die Baustellenumfahrung und Verbreiterung des Straßendammes für die Erstellung des Radweges entlang der St 2047 ausgeführt.

Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan, so dass die Brücke im Sommer eingeschwommen werden kann. Nach dem Einschwimmvorgang wird die Vorlandbrücke ergänzt und die Baustellenumfahrung hergestellt. Im Winter 2026-27 wird der Verkehr auf die neue Brücke verlegt und im Anschluss die alte Brücke abgerissen.

Die Donaubrücke an der Staatsstraße 2047 in Marxheim zählt zu den wichtigsten Donauquerungen im östlichen Landkreis Donau-Ries. Der feierliche Spatenstich für den Neubau fand am 08. Mai 2025 in Anwesenheit des Bayerischen Staatsministers für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter statt.

Die bestehende Donaubrücke wurde im Jahr 1953 errichtet. Im Zuge wiederholter Bauwerksprüfungen wurden zahlreiche Risse im Spannbetonüberbau festgestellt. Eine daraufhin durchgeführte statische Nachrechnung ergab eine Überlastung des Bauwerks und machte eine Reduzierung des Schwerverkehrs notwendig. Seit 2013 ist die Brücke daher nur noch einspurig befahrbar und für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 40 Tonnen gesperrt. Im April 2025 begannen die vorbereitenden Arbeiten für den Ersatzneubau. Die Verkehrsfreigabe der neuen Brücke ist für den Herbst 2027 geplant. Während der Bauzeit soll der Verkehr größtenteils aufrechterhalten werden. Lediglich für den Querverschub der neuen Brücke sowie die anschließende Sanierung der Staatsstraße 2047 ist eine vierwöchige Vollsperrung im August 2027 vorgesehen.

Die neue Donaubrücke wird das Donauflussbett künftig ohne Flusspfeiler mit einer rund 108 Meter langen Netzbogenbrücke überspannen. Ergänzt wird sie durch eine rund 33 Meter lange Vorlandbrücke auf der Nordseite. Zudem erhält die Brücke erstmals auf der Westseite einen kombinierten Geh- und Radweg. Auch der Artenschutz wird berücksichtigt: Auf der Brücke werden beidseitig Fledermausschutzzäune installiert, um niedrig fliegende Arten vor Kollisionen mit Fahrzeugen zu bewahren. Im Rahmen des Bauprojekts wird auch die Staatsstraße 2047 auf einer Länge von rund 1,4 Kilometern in Richtung Marxheim und Niederschönenfeld saniert und ausgebaut. 

Der Freistaat investiert rund 24 Millionen Euro in die Erneuerung.

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