PRESSEMITTEILUNG 2019-23/2019

Augsburg, den 13.08.19

Bekämpfung der Ambrosia auf der B2 bei Erlingshofen

Das Staatliche Bauamt führt heute Vormittag auf der B2 bei Erlingshofen in Fahrtrichtung Donauwörth einen Versuch zur Bekämpfung der vor allem für Allergiker gefährlichen Ambrosia durch. Die Bekämpfung der unmittelbar neben der Straße wachsenden Pflanze erfolgt durch Heißschaum, deshalb wird der Bewuchs im Bankettbereich in den nächsten Tagen braun und verbrannt aussehen.

Die Ambrosie wurde vor etwa 150 Jahren aus Nordamerika eingeschleppt und tritt bei uns heute unter anderem an Straßenrändern und in Gärten auf. Eine einzelne Pflanze der beifußblättrigen Ambrosie produziert bis zu einer Milliarde Pollen. Da das allergene Potential der Ambrosiapollen um ein Vielfaches höher ist als bei Gräserpollen und sich durch die späte Blüte die sonst übliche Pollensaison um zwei Monate verlängert, verursacht ein vermehrtes Auftreten von Ambrosia große Probleme für Allergiker. Betroffen sind auch die Mitarbeiter der Straßenmeistereien, da beim Mähen der Böschungen besonders viele Pollen freigesetzt werden. Im Bereich des Staatlichen Bauamtes Augsburg kommt die Ambrosia an der B 2 im Raum Gersthofen / Meitingen und an der B 300 im Raum Steppach, Friedberg und Kühbach vor.

Die Bayerische Straßenbauverwaltung erprobt in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien verschiedene Möglichkeiten der Ambrosia-Bekämpfung. 2017 hat die Straßenmeisterei Gersthofen Ambrosia-Vorkommen mit Heißwasser bekämpft und so erste Erfahrungen gesammelt. 2018 erfolgte die Bekämpfung durch eine regelmäßige Mahd. Dabei wurden die Ambrosia-Bereiche alle 4-6 Wochen gemäht, so dass keine Blütenbildung möglich war. Da diese Mahd sehr aufwändig ist und bei der Heißwasserbekämpfung nicht ausreichend hohe Temperaturen erzielt wurden, erfolgt die Bekämpfung der Ambrosia nun durch den Einsatz von Heißschaum.

Das Staatliche Bauamt weist darauf hin, dass es nach der Heißschaumbekämpfung zu braunen, verbrannten Stellen im Bankettbereich kommen wird. Dies ist eine notwendige Folge der Maßnahme und lässt sich nicht vermeiden.

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